Verbandsausschuss des Landes-Kanu-Verbandes Brandenburg mit positiver Bilanz

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© Landes-Kanu-Verband Brandenburg e.V.

Einen Tag vor dem gemeinsamen Anpaddeln zur Saison 2018  in der Neustädter Havelbucht zog der Verbandsausschuss des Landes-Kanu-Verbandes (LKV) Brandenburg am 07. April in der Mensa der Potsdamer Sportschule eine aufschlussreiche Bilanz über das Vorjahresgeschehen.

Der Dank des Verbandspräsidenten  Michael Schröder an die aktiven Kanusportler für deren Leistungen und Anstrengungen sowie an die Trainer, Übungsleiter und zahlreichen ehrenamtlich tätigen Sportfreunde als die Organisatoren der Erfolge dürfte Ansporn sein, auch im folgenden Wettkampfjahr wieder vorn dabei zu sein. Mit seinen 40 Kanuvereinen/ -abteilungen und etwas mehr als 3000 organisierten Sportfreundinnen und Sportfreunden ist der Landes-Kanu-Verband zwar nicht der mitgliederstärkste Landesverband, an seinen Ergebnissen gemessen, nimmt er jedoch einen unbestrittenen vorderen Platz ein.

Vor allem die Kanu-Rennsportler stellten unter Beweis, dass sie ihren Platz in der nationalen und internationalen Spitze behaupten konnten. Dafür stehen u.a. die 2017 bei Welt- und Europameisterschaften errungenen insgesamt sieben Meistertitel und weitere neun Medaillen, der vorderste Rang im Mannschaftsergebnis bei den Deutschen Meisterschaften sowie die bei internationalen Einsätzen und nationalen/ regionalen Meisterschaften erzielten Erfolge durch den Kanunachwuchs. Das enge Zusammenwirken des Bundes-/ Landesstützpunktes und der Sportschule in Potsdam mit anderen von Brandenburger Vereinen betriebenen Landesstützpunkten spielt hierbei eine bedeutsame Rolle.

Auch die zahlenmäßig am stärksten im Landes-Kanu-Verband vertretenen Kanu-Wandersportler sorgten mit der Ausrichtung und Teilnahme an einer Vielzahl von Veranstaltungen dafür, dass der Kanusport im Blickpunkt der Öffentlichkeit weiter an Aufmerksamkeit gewann. Im Wasserwanderwettbewerb konnten, angefangen vom 1000-Kilometer-Abzeichen bis zum Wanderfahrerabzeichen in Gold, Auszeichnungen an 22 Kanusportler/-innen übergeben werden.

Der Drachenbootsport wird in 16 Kanuvereinen/ -abteilungen des LKV Brandenburg ausgeübt. Die Veranstaltungen in Fürstenwalde, Königs Wusterhausen und Cottbus zählen zu den Drachenbootwettbewerben mit den meisten Teilnehmerzahlen. Auch international wollen die Brandenburger Drachenbootsportler in der neuen Saison wieder dabei sein.

Andere Disziplinen, wie Kanu-Polo, -Slalom und -SUP sind in der Neuausrichtung bzw. Ausweitung begriffen. So ist man an den Standorten in Cottbus und Schwedt bemüht, einen Neuanfang bei der Bildung von Kanu-Polo-Mannschaften im Jugendbereich zu starten. Und auch im USV Potsdam ist Kanu-Polo durchaus eine beliebte Kanudisziplin.  In Spremberg trainieren derzeit etwa 25 Kinder ab vier bis fünf Jahren Kanu-Slalom mit dem Ziel, an vergangene Erfolge wieder anknüpfen zu können. Das Stand Up Paddling (SUP) hat sich im Bereich des LKV Brandenburg mittlerweile vom Trend- zum Breitensport entwickelt.

Derzeit bieten vier Vereine des LKV Brandenburg den Para-Kanuten die Möglichkeit, ihren Sport auszuüben. Beim ESV Lok Cottbus ist man dabei, die Voraussetzungen für die Installation eines Bundesstützpunktes Para-Kanu zu schaffen.

Im Ergebnis der Tagung des Verbandsausschusses wurde das Präsidium mehrheitlich entlastet. Der  Haushaltsplan 2018 wurde ebenso einstimmig beschlossen wie der vorliegende Antrag zur Veränderung der Geschäftsordnung.

Mit einem Fachvortrag durch einen Vertreter des Landessportbundes Brandenburg über den Kinder- und Jugendschutz im Verein und Verband fand die Veranstaltung ihren Abschluss.


Potsdam, 09.04.2018 | Günter Welke