Spreewaldabzeichen

Spreewaldabzeichen des Landes-Kanu-Verbandes Brandenburg

  • Wandersportordnung des LKV Brandenburg
  • Antragsformular (pdf)

Der Spreewald zählt – nicht zuletzt durch seine naturgeographischen Besonderhei-ten und die damit verbundene charakteristische Niederungs- und Flußlandschaft – zu den einzigartigen Landschaften in Europa. Seine Einmaligkeit besteht in der Aufspal-tung von Spree und Malxe in eine Vielzahl von Flussarmen. Bei einer Ausdehnung von etwa 75 km Länge und einer maximalen Breite von 15 km teilt sich die Niede-rungslandschaft in Unter- und Oberspreewald.
Der größere und bekanntere Teil des Spreewaldes befindet sich zwischen Burg und Lübben und wird als Oberspreewald bezeichnet. Die Spree hat hier auf einer Länge von 34 km (zwischen Fehrow und Lübben) nur ein Gefälle von 7 m aufzuweisen, womit die geringe Fließgeschwindigkeit zu erklären ist.
Nördlich von Lübben finden wir den sehr waldreichen, jedoch kleineren Unterspree-wald. Er verläuft in Nord-Süd-Richtung und besitzt nur ein Drittel der Größe des O-berspreewaldes.
Die Pflanzenwelt ist teilweise üppig entwickelt. Der Baumbestand des Spreewaldes setzt sich größtenteils aus Schwarzerlen zusammen, Eichen und Eschen sind eingestreut. Im Innern des Spreewaldes finden wir viele Wiesenflächen, die oft mit Wei-denbüschen durchsetzt sind.
Der Spreewald ist zum Biosphärenreservat (Landschaftsschutzgebiet und Natur-schutzgebiet unter der Schirmherrschaft der UNESCO) erklärt worden.
Durch das zunehmende Interesse, den Spreewald als touristische Attraktion zu ver-markten, kommt es vor allem an Wochenenden und an Feiertagen wie Ostern und Pfingsten zu „Völkerwanderungen“, schwerpunktmäßig vor allem in den Spreewald-zentren wie Lübben, Lübbenau und Burg.
Auch für Kanuten ist der Spreewald ein interessantes Paddelrevier. Es ist jedoch nicht immer leicht, den richtigen Wasserweg zu finden. Es entstand deshalb die Idee, den Wasserwanderer unter Nutzung der Ortskenntnisse der Cottbuser Kanuten auf gekennzeichneten Trassen gezielt durch den Spreewald zu lotsen. Weist er nach, dass er eine Mindestanzahl Kontrollpunkte passiert hat, erhält der nun „erfahrene Spreewaldpaddler“ als Belohnung für seine Mühen das Spreewaldabzeichen.

Bestimmungen für den Erwerb des Spreewaldabzeichen

1. Bedingungen
Das Spreewaldabzeichen kann jeder Wasserwanderer erwerben, der sich ohne Motorkraft selbständig mit seinem Boot vorwärts bewegt.
Dazu muss er eine bestimmte Anzahl von Kontrollpunkten anlaufen. Mit Hilfe von Lochzangen an den Kontrollpunkten sind die einzelnen Felder auf einer Kontrollkarte abzulochen. Sollten die Zangen defekt sein oder fehlen, sind die angegebenen Codebuchstaben auf der Kontrollkarte zu vermerken.
Die Lage der Kontrollpunkte kann sich von Jahr zu Jahr ändern.
Das Spreewaldabzeichen wird in drei Stufen – Bronze, Silber und Gold – vergeben, abhängig von der Anzahl der angelaufenen Kontrollpunkte.
Gesperrte Gewässer bzw. geschützte Gebiete sind nicht zu befahren oder zu betreten.
Das Befahren der angebotenen Strecken muß innerhalb einer Saison (April bis Oktober) erfolgen.
Das Spreewald-Abzeichen kann beliebig oft erworben werden.

2. Beantragen des Spreewaldabzeichens
Jeder Bewerber erhält nach Anforderung Kartenmaterial (Maßstab 1:50.000 bzw. 1:100.000) mit eingezeichneten Kontrollpunkten sowie eine Startkarte zugeschickt.
Zusätzlicher Service:
Für alle Kontrollpunkte sind die geografischen Koordinaten (Breitengrad und Längengrad in Dezimalminuten) auf den 3 Spreewaldkarten jeweils in einer Tabelle hinterlegt. (Beispiel: Kontrollpunkt 1: 51°49.614 N und 14° 08.619 E)
Gleichzeitig fällt ein Unkostenbeitrag von 8,00 € an. Gruppen ab 5 Personen zahlen 7,00 € je Teilnehmer.

3. Auszeichnung
Nachdem die Bedingungen für das Spreewaldabzeichen erfüllt sind, wird die Kontrollkarte eingeschickt und der Teilnehmer erhält das erworbene Abzeichen als Pin-Anstecker in der entsprechenden Stufe (Gold, Silber oder Bronze) sowie eine namentliche Urkunde.
Wurde die Stufe Gold erreicht, erhält man zusätzlich einen Bootsaufkleber „Spreewaldabzeichen“.