Kanuslalom

Kanuslalom ist eine Kanudisziplin, bei der eine durch Tore vorgeschriebene Strecke auf bewegtem, schnellfließendem Wasser in kürzester Zeit möglichst fehlerfrei mit einem Kanuboot zu befahren ist.
Also: Man nehme 18 – 25 Tore (das sind jeweils zwei hängende Stangen), male mindestens sechs davon rot-weiß an (das werden dann die Aufwärtstore, gegen die Strömung zu befahren), male die anderen grün-weiß an (Abwärtstore, mit der Strömung zu befahren) und verteile diese Tore auf einen mehr oder weniger wilden Fluss-Abschnitt.

Es kommt also darauf an, nicht nur mit dem Wildwasser klarzukommen und sich zwischen Walzen und Wellen den schnellsten Weg zu suchen, sondern auch noch durch diese Tore zu paddeln, die nicht immer da hängen, wo es am einfachsten ist.

Im Wettkampf werden zwei Durchgänge gefahren. Zur reinen Fahrzeit gibt es noch Strafsekunden: zwei Sekunden, wenn man ein Tor berührt und 50 Sekunden, wenn man ein Tor auslässt oder falsch herum befährt. Das Ergebniss entsteht aus dem besseren Laufergebnis. Ab Deutschen Meisterschaften wird der Sieger in einem Finallauf ermittelt.

Im Land Brandenburg wird Kanuslalom nur in der Abteilung des SG Einheit Spremberg e.V. ausgebildet und betrieben. Hier kann jeder vom Kindesalter an diese wilde Kanudisziplin erlernen und bis ins hohe Alter betreiben.

 Kanuslalom ist eine Sportart für alle Altersgruppen – vom sieben Jahre alten Schüler bis zum 60-jährigen Senior in der „Altersklasse C“.
 Wer mit dem Kanuslalom beginnen will, muss – wie bei allen Kanusport- Disziplinen – schwimmen können. Außerdem muss man sportgesund sein.

Material

Kanuslalom wird im Kajak und im Canadier ausgetragen.
Im Kajak sitzt man und hat ein Doppelpadel. Im Canadier kniet man und hat ein Stechpaddel, d.h. ein Paddel mit nur einer Paddelfläche, dem so genannten Paddelblatt.
Kajak wird ausschlißelich als Einer gefahren. Im Canadier gibt es Einer- und Zweierbote. Im Zweier kommt als besondere Schwierigkeit hinzu, dass sich beide Sportler fast blind verstehen müssen, denn im Wildwasser ist nicht viel Zeit für Diskussionen.
Für die Boote gibt es Mindestmaße und Mindestgewichte. Die Boote werden – ebenso wie die Paddel – aus Kohle- oder Kevlarfaser hergestellt, das sind leichte, aber sehr stabile Kunststoffe. High-Tech hat auch hier in die Natursportart Kanu Einzug gefunden.
Das Material (Boot, Paddel, Helm, Schwimmweste) wird in den meisten Fällen am Anfang vom Verein gestellt.

Weitere Informationen zu Kanuslalom sind auf der Webseite des DKV nachzulesen.